Im Magazin „Israel heute“ (E-Datum: 28.9.12) war zu lesen: „Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat am Donnerstagabend vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York gesprochen.
Er rief die internationale Gemeinde dazu auf, das iranische Atomprogramm mit einer klaren „roten Linie“ in seine Schranken zu weisen. In seiner dramatischen Rede, die er mit einer Einführung in die jüdische Geschichte und dem Erbrecht begann, erklärte Netanjahu, dass Israel mit einem Angriff nicht länger als Frühling, spätestens Sommer 2013 warten könne.
Er warnte, dass der Iran im nächsten Sommer genügend Uran angereichert habe. „Rote Linien zu setzen, führt zu keinem Krieg, sie verhindern den Krieg“, so Netanjahu.
„Seit einem Jahrzehnt versucht die Welt, das iranische Atomprogramm auf diplomatischen Wegen zu stoppen, aber diese Taktik war bisher erfolglos. Die internationalen Sanktionen haben zwar der iranischen Wirtschaft geschadet, aber die Atomgefahr nicht eingedämmt“, so Netanjahu weiter.“
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Bei „Israel heute“ las man weiter: „Der Iran hat 70 Prozent seines Atomprogrammes bereits abgeschlossen, deswegen dürfe die Welt Netanjahu zufolge keine Zeit mehr vergeuden. Sollte der Iran die Grenze, die „rote Linie“, überschreiten, würde dies automatisch einen israelischen Militärschlag gegen die Atomanlagen des Landes zur Folge habe.
Mit Hilfe der Zeichnung einer Bombe machte Netanjahu seine Ausführungen bei der UN-Versammlung auch bildhaft deutlich. Darauf waren die Atomfortschritte des Irans der letzten Jahre aufgeführt. Netanjahu hob in seiner Rede hervor, dass das jüdische Volk in der Geschichte alle seine Erzfeinde überlebt hat und auch in Zukunft überleben wird.
So erinnerte er, dass die internationale Gemeinde schon einmal scheiterte, als sie den Nazis im Zweiten Weltkrieg keine „rote Linie“ setzte.
„Das iranische Atomprogramm ist nicht nur eine Gefahr für das jüdische Volk, sondern ebenso für Europa und die USA.“
US-amerikanischen Quellen zufolge, die in Israel zitiert wurden, hat Netanjahus Rede die US-Regierung in Washington nicht beeindruckt.
Die israelische Regierung war enttäuscht von der Rede von US-Präsident Barak Obama, weil dieser mit keinem Wort erwähnt habe, dem Iran eine „rote Linie“ beziehungsweise härtere Sanktionen auferlegen zu wollen. Obama machte jedoch deutlich, dass die USA nicht zulassen werden, dass der Iran in den Besitz einer Atombombe komme.
In den israelischen Medien wurde daraufhin festgestellt, dass Israel sich offensichtlich nur auf sich selbst und Gott den Allmächtigen verlassen könne.“
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