Ägypten, die Freiheit und ein selbsternannter Diktator. Ach ja, die Muslimbrüder auch noch

Hellmut Michelis schreibt in einem Kommentar in der „Rheinische Post“ (E-Datum: 25.11.12) unter der Überschrift „Ägypten am Abgrund“.
„Düsseldorf (ots) – Der unerwartet heftige Widerstand gegen einen selbst ernannten Diktator mag ein winziger Hoffnungsschimmer für Ägyptens Zukunft sein.

Doch zugleich verhärtet er die Fronten: Macht Präsident Mursi keine Zugeständnisse, droht sogar ein Bürgerkrieg – mit ungewissem Ausgang.

Denn die tiefe Enttäuschung der jungen Revolutionäre vom Tahrirplatz, mit dem Sturz Mubaraks nichts erreicht zu haben, sucht ein Ventil; konservative Kreise wie die Justiz fühlen sich ebenfalls betrogen.

Die Muslimbrüder kämpfen dagegen für „ihren Präsidenten“ und könnten die Landbevölkerung mobilisieren.

Arbeitslosigkeit, Armut, Krankheit, keinerlei Perspektive – es gibt zu viele Ägypter, die nichts mehr zu verlieren haben. Offenbar hat Mursi, der doch vorgab, Präsident aller Bürger sein zu wollen, den Bogen überspannt.

Die mutmaßliche Marionette der Muslimbrüder macht deshalb wahrscheinlich einen Schritt zurück. Doch das Ziel eines streng muslimisch geführten Ägypten wird er nicht aufgeben. Das spaltet nicht nur das Land, es destabilisiert den gesamten Nahen Osten.“

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