Werbung —

Heute will Staat Beschneidung verbieten. Was morgen?

Kann der Staat von Juden verlangen, daß sie nicht mehr Gott gehorchen? Was sagt die Bibel? „Weiter sagte Gott: „Mein Bund mit dir und deinen Nachkommen legt euch eine Verpflichtung auf, die ihr erfüllen müsst, in jeder kommenden Generation: Jeder von euch, der männlichen Geschlechts ist, muss beschnitten werden. Ihr müsst bei allen die Vorhaut am Geschlechtsteil entfernen. Dies soll das Zeichen dafür sein, dass ich meinen Bund mit euch geschlossen habe. (…) Das ist eine Bestimmung für alle Zeiten, so gewiss mein Bund für alle Zeiten gilt.“ (1 Mose / Genesis Kapitel 17, Vers 9 – 11 + 13)

Für alle Zeiten… sagt Gott. Kann sich ein Staat über Gott stellen?

“Ich glaube, dass die Religionsfreiheit über das hinausgeht, was hier der Staat dekretieren kann”, betont Michael Fürst, Landesvorsitzender der Jüdischen Gemeinde Niedersachsen (mehr lesen: Religionsfreiheit in Deutschland in Gefahr? Kritik am Beschneidungsverbot)

GRÜNEN-Parteichef Cem Özdemir, Sohn muslimischer Eltern, sieht die Beschneidung von Jungen sowohl im Islam als auch im Judentum als unumstritten an. Man könne nicht einfach ignorieren, dass schon Milliarden von Jungen ohne negative Folgen beschnitten wurden, so der Grünen-Politiker: “Wer die rituelle Beschneidung von Jungen per Gerichtsurteil unter Strafe stellt, treibt zwei große Weltreligionen, das Judentum und den Islam, de facto in die Illegalität. Es geht bei diesem Urteil um die berechtigte Abwägung von Rechtsgütern, die Schlussfolgerung ist aus meiner Sicht jedoch realitätsfern und lebensfremd.” (mehr lesen: Sollen Religionen in die Illegalität getrieben werden?)

Anzeige

zur Startseite von "Bibel und 2012"bei TwittereMail schreiben