Unter der Überschrift „Israel bezahlt Wasserrechnung für Grabeskirche“ schreibt das Magazin „Israel heute“ (E-Datum: 10.12.2012): „Die israelische Regierung und die Jerusalemer Stadtverwaltung haben sich darauf geeinigt, die Wasserrechnung für die Jerusalemer Grabeskirche zu begleichen. Die Summe beläuft sich auf satte 1,8 Mio. Euro. Der Vereinbarung waren jahrelange hitzige Diskussionen zwischen der Kirche und der Jerusalemer Gihon Wassergesellschaft vorangegangen.
Seit der Zeit des Britischen Mandats in den 1920ern brauchte die Grabeskirche, eine der heiligstens Stätten für die meisten Christen, für ihren Wasserverbrauch nicht zu zahlen. Dieser Brauch wurde übernommen, als die Stadt von Jordanien besetzt wurde sowie nach der Befreiung durch Israel im Jahr 1967.
Vor acht Jahren allerdings bemühte sich die Jerusalemer Stadtverwaltung darum, den Wasserverbrauch in der Stadt besser unter Kontrolle zu haben und gründete die Gihon Wassergesellschaft. Einer der Gründe war die anhaltende Trockenheit. Die Grabeskirche wurde, wie jeder andere auch, verpflichtet, für den Wasserverbrauch aufzukommen. Ganz unchristlich weigerte man sich allerdings.
Gihon leitete daraufhin rechtliche Schritte ein und drohte mit der Abstellung des Wassers. Kirchenoberste wandten sich deshalb an Premierminister Netanjahu. Der erreichte Kompromiss zwischen der Wassergesellschaft und der Kirche sieht nun folgendermaßen aus: Die Kirche bezahlt ab 2012 ihre Wasserrechnungen, die Stadtverwaltung erlässt ihr dafür die Schulden der letzten Jahre.“