Unter der Überschrift „Arafats Grab wird geöffnet – Palästinenser glauben an Giftmord“ schreibt das Magazin „Israel heute“ (E-Datum: 14. November 2012): „In Ramallah wird das Grab des im Jahr 2004 verstorbenen Palästinenserführers Jassir Arafat geöffnet. Am Dienstag haben Arbeiter damit begonnen, Steine von dem Mausoleum abzutragen.
Arafats Leiche soll exhumiert werden, um herauszufinden, ob er vergiftet wurde.
Arafat war 75-jährig in einem französischen Militärkrankenhaus gestorben. Die Todesursache blieb unklar. Die Exhumierungsarbeiten werden voraussichtlich 15 Tage dauern. Die sterblichen Überreste Arafats liegen unter Tonnen von Beton in vier Metern Tiefe.
Die dicke Betondecke war dafür gedacht, Schutz vor unbefugtem Zugriff zu bieten.
Eine internationale Expertenkommission soll dann Proben der Überreste entnehmen. Ausgelöst wurde die Aktion, nachdem Schweizer Experten im Juli erhöhte Werte des radioaktiven Stoffes Polonium-210 an persönlichen Gegenständen Arafats gefunden hatten. Mit dieser Substanz war der russische Spion Alexander Litvinenko 2006 in London ermordet worden.
Die Exhumierung findet nun statt, obwohl sich Familienangehörige Arafats, darunter seine Schwester, dagegen ausgesprochen hatten. Sie argumentieren, es sei ohnehin klar, dass ihr Führer von Israel vergiftet worden sei. Israel hat stets bestritten, etwas mit dem Tod Arafats zu tun zu haben.“
Internet: Verdacht auf Giftmord: Exhumierung von Arafats Leiche hat begonnen (Financial Times Deutschland; 13.11.12; aufgerufen am 13.11.12)