Christen auf Sansibar immer wieder Ziel von Übergriffen und Schikanen

(Open Doors, Kelkheim) – Die Insel Sansibar vor der Küste Tansanias gilt als exotisches Urlaubsparadies. Doch islamische Extremisten gewinnen zunehmend Einfluss und üben massiven Druck auf einheimische Christen aus. Dabei sind besonders Pastoren und ihre Familien die Leidtragenden.

Jahrelang unschuldig vor Gericht

Ein Beispiel ist Pastor George (Name aus Sicherheitsgründen geändert). Er wurde fälschlicherweise beschuldigt, ein kleines Mädchen vergewaltigt zu haben, das er beim Werfen von Steinen auf die Kirche erwischt hatte. Nachdem ein Gericht ihn 2014 von den Anschuldigungen freisprach, wurde er beim Verlassen des Gebäudes erneut verhaftet, weil die Ankläger gegen das Urteil Berufung einlegten. Das neuerliche Verfahren dauerte vier Jahre und brachte den Pastor und seine Familie an den Rand der völligen Erschöpfung. Finanziell stehen sie kurz vor dem Ruin. Bei einer Anhörung Ende August wurde er schließlich freigesprochen.

Kirchenbau immer wieder verweigert

Pastor Kovu (Name aus Sicherheitsgründen geändert) erwarb 2007 offiziell ein Grundstück für den Zweck, darauf eine Kirche zu errichten. Dennoch wird ihm der Verstoß gegen einen Gerichtsbeschluss vorgeworfen, „keine Kirche auf einem Grundstück zu bauen“. Eine lokale Kontaktperson erläutert: „Obwohl er über alle erforderlichen Besitznachweise verfügt, wird ihm sein Recht wegen seines Glaubens vorenthalten.“ Die Gerichtskosten belaufen sich inzwischen auf umgerechnet ca. 8.500 Euro. Unterdessen ist Pastor Kovus 10-jähriger Sohn massiven Anfeindungen im Dorf und in der Schule ausgesetzt. Einmal wurde er von Männern angesprochen. Sie urinierten in eine Flasche, zwangen ihn, etwas davon zu trinken, und gossen den Rest über ihn aus. In der Schule sperrten muslimische Klassenkameraden ihn in der Toilette ein und öffneten die Tür erst Stunden später, ohne dass die Lehrer eingriffen. Seine schulischen Leistungen haben stark gelitten.

Gebäude fünfmal zerstört, Tochter vergewaltigt

Pastor Abasi (Name aus Sicherheitsgründen geändert) musste aus Sicherheitsgründen dreimal umziehen, um ein neues Zuhause und einen Versammlungsort für seine Gemeinde zu finden. Seit 2016 wurde seine winzige Zeltkirche (9x6m) fünfmal zerstört. Trotz Benachrichtigung der Polizei wurde ihm kein Schutz gewährt. Besonders schmerzhaft war für die Familie, dass ihre 4-jährige Tochter in einer der gemieteten Wohnungen vergewaltigt wurde. Der Täter läuft frei herum. Viele Gemeindemitglieder bleiben den Gottesdiensten aus Angst vor weiteren Angriffen inzwischen fern.

Bitte beten Sie für die Christen auf Sansibar

  • Beten Sie für die Pastoren und ihre Familien, dass sie durch die andauernden Schikanen nicht zermürbt werden, sondern neue Kraft bekommen und erleben, wie Gott ihnen Recht verschafft.
  • Beten Sie besonders für die Kinder, dass Jesus sie heilt, sie vor weiteren Übergriffen schützt und ihnen eine innere Festigkeit schenkt.
  • Beten Sie für die Gemeinden um Möglichkeiten, sich ungestört zu versammeln und Gottesdienste zu feiern.
  • Beten Sie für die Verfolger, dass Jesus ihnen begegnet und sie zu ihm umkehren.

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