Historische Verläßlichkeit. Wann wurden die vier Evangelien geschrieben?

Das Evangelium von Matthäus wurde rund 70 n.Chr. geschrieben; das Evangelium von Markus 60 n.Chr.; das Evangelium von Lukas 50 n.Chr. und das Evangelium von Johannes rund 90 n.Chr. (Quelle: The Complete Guide to the Bible von Stephen M. Miller, Uhrichsville, Ohio, 2007).

Historiker gehen davon aus, daß Jesus 30 n.Chr. bis 33 n.Chr. hingerichtet wurde. Die Berichte in den vier Evangelien sind also in einer sehr kurzen Zeit nach den Ereignissen um Jesus entstanden. Es liegt auf der Hand, daß je kürzer der zeitliche Abstand vom Verfassen der Evangelien zu den in den Evangelien beschriebenen Ereignissen ist, desto sicherer, daß keine falschen Erinnerungen oder Legendenbildung eine Rolle spielen.

Dr. Craig Blomberg („The Historical Reliability of the Gospels“) weist darauf hin, daß die Apostelgeschichte nicht später als 62 n.Chr. entstanden sein kann, weil die Apostelgeschichte, bei der Paulus eine zentrale Person ist, mit dem Hinweis auf den Hausarrest von Paulus endet und keine Angaben über den Tod von Paulus enthält. Da die Apostelgeschichte sozusagen der zweite Teil vom Lukas-Evangelium ist, ist davon auszugehen, daß das Lukas-Evangelium vorher geschrieben wurde. Und da das Lukas-Evangelium sich auf das Markus-Evangelium bezieht, muß das Markus-Evangelium noch früher entstanden sein. Dr. Craig Blomberg geht davon aus, daß das Markus-Evangelium auf keinen Fall später als 60 n.Chr., wahrscheinlich sogar in den späten 50 n.Chr. Jahren geschrieben wurde.

Da der Tod und die Wiederauferstehung von Jesus 30 n.Chr. bis 33 n.Chr. stattfand, liegen zwischen den Ereignissen und dem Verfassen des Markus-Evangelium maximal 30 Jahren, vielleicht sogar nur 20 Jahre. Da sind schwerwiegende Fehler auszuschließen.

Petrus: „Wir Apostel können bezeugen, was er in ganz Israel und in Jerusalem getan hat. Sie haben ihn umgebracht, indem sie ihn kreuzigten, aber Gott hat ihn drei Tage später wieder auferweckt. Danach ließ er ihn nicht vor dem Volk, sondern nur vor uns erscheinen, die Gott zuvor als seine Zeugen erwählt hatte. Wir waren es, die mit ihm aßen und tranken, nachdem er von den Toten wiederauferstanden war.“ (Apostelgeschichte Kapitel 10, Verse 39 – 41; Neues Leben Bibelübersetzung, Holzgerlingen, 2002)

Als die Evangelien geschrieben wurden, lebten noch viele, die Jesus und seine Kreuzigung miterlebt hatten. Und die meisten waren gegen Jesus und „den neuen Weg“ eingestellt.

In einem Fall sahen mehr als 500 Menschen den wiederauferstandenen Jesus. „und daß er begraben und daß er am dritten Tage auferweckt worden ist, den Schriften gemäß, und daß er dem Kephas (= Petrus) erschienen ist, danach den Zwölfen. Darauf ist er mehr als fünfhundert Brüdern auf einmal erschienen, von denen die meisten jetzt noch leben, einige aber entschlafen sind. Darauf ist er dem Jakobus erschienen, danach sämtlichen Aposteln.“ (1. Korinther 15:4-7; Menge Bibel)

Wäre auch nur der kleinste Fehler, die kleinste Lüge in den Berichten der Jünger und Apostel gewesen, so wäre das Wasser auf die Mühlen der Skeptiker gewesen. Aber dem war nicht so. Nirgendwo finden sich historische Quellen, in denen davon berichtet wird, dass die Jünger und Apostel, die davon schrieben, dass Jesus von den Toten wiederauferstanden und für 40 Tage danach noch auf Erden war, der Lüge überführt worden seien. Die kleinste Unwahrheit und die Gegner von Jesus hätten es mit Freuden publiziert – Mehr als 500 Augenzeugen sahen den wiederauferstandenen Jesus

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