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Enthauptung von drei Christen. Brutale Christenverfolgung in Kenia

(Open Doors) – Am 6. September 2017, um 1.30 Uhr morgens, überfiel eine Gruppe von etwa 30 schwerbewaffneten Männern in Militärkleidung eine Siedlung nahe dem Dorf Hindi in West-Lamu. Die Angreifer umzingelten einzelne Häuser und riefen laut die Namen von Männern, die keine Muslime waren. Als die drei Gerufenen nach draußen kamen, kontrollierten die Milizionäre ihre Ausweise und enthaupteten sie danach.

Al Shabaab will ein Kalifat an der Ostküste Afrikas errichten

Die Küstenregion und ihre Bewohner erleben seit Jahren blutige Überfälle und Anschläge durch die Al-Shabaab-Miliz. Besonders betroffen sind die Christen, die in dieser Region – anders als im restlichen Kenia – nur eine Minderheit sind. Angriffe auf Kirchen, Busse und öffentliche Plätze, bei denen gezielt Christen getötet wurden, unterstreichen die Entschlossenheit der islamistischen Gruppierung, an der Ostküste Afrikas ein Kalifat im Stil des IS errichten zu wollen. Der Al-Kaida-Ableger zeichnete auch verantwortlich für den mörderischen Überfall auf die Universität in Garissa im April 2015, bei dem mehr als 140 christliche Studentinnen und Studenten ermordet wurden.

Die Enthauptung der drei Männer am 6. September 2017 wird ebenfalls Al Shabaab zugeschrieben.

Den Angreifern war bekannt, wo Christen wohnen

In Lamu leben mehrheitlich Muslime, die Angreifer gingen gezielt zu den Häusern der nicht-muslimischen Familien. Ermordet wurden:

  • Gerald Wanjohi, dessen Frau Catherine auf das Dach des Hauses fliehen konnte, als die Mörder kamen. „Sie sprachen Somali und gebrochenes Suaheli“, berichtet sie.
  • der 49-jährige Guchu Ndung’u, dessen Tochter Grace gezwungen wurde, die Enthauptung ihres Vaters mit anzusehen.
  • Joseph Kimani, er war Lehrer an der Bobo-Grundschule. Zusätzlich wurde sein Haus niedergebrannt.

Die Menschen in Hindi gingen noch am Tag der Morde auf die Straße, um gegen die Regierung zu demonstrieren. Sie forderten mehr Schutz und äußerten schwere Vorwürfe gegen die Polizei. Der waren seitens der Bevölkerung bewaffnete Gruppen gemeldet worden, die Polizei hätte jedoch nichts unternommen, berichtete ein Mann in Suaheli gegenüber dem Fernsehsender KTN TV.

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